Aufmaß mit K(n)öpfchen

Digitale Messgeräte ersetzen zunehmend Zollstock, Papier und Bleistift. Dank "mobilem Aufmaß" werden Aufträge direkt vor Ort erfasst und im Büro automatisch auf den PC übertragen. Oft genügt ein einziger Knopfdruck.

Malermeister Günter Broda ist begeistert. Ob Innenraum oder Fassade – für alle Flächenberechnungen setzt er auf "mobiles Aufmaß". "Ich muss nichts mehr zu Papier bringen und auch die Büroarbeit für das Aufmaß entfällt", lobt er die Technik. Der Recklinghausener drückt nur noch auf den Knopf, schon hat er die Flächenwerte. "Der größte Vorteil ist die Zeitersparnis", betont er.

Als Broda vor 23 Jahren den Betrieb übernahm, wurde "selbstverständlich noch mit Zollstock, Papier und Bleistift" gearbeitet. "Die Daten habe ich im Büro nacharbeiten müssen", erinnert sich der Chef eines Zehn-Mann-Betriebes. Und das sei oft sehr zeitaufwändig gewesen. Immer wieder hat ihn die Frage beschäftigt, wie "das Ganze einfacher gehen könnte". Schließlich stieß er auf ein Angebot der Firma Sander und Doll. Was ihm die Entscheidung erleichterte: Drei Wochen lang konnte er die Lösung der Firma kostenlos testen.

Das System besteht aus einem Lasermessgerät, einem Pocket-PC und der dazugehörigen Aufmaß-Software. Und so funktioniert´s: Um den „laufenden Meter“ zu erfassen, legt Malermeister Broda einfach den Laser an und löst die Messung per Tastendruck aus. Die Messwerte werden automatisch per "Bluetooth"-Funkverbindung in den Pocket-PC eingespeist.

Im Büro legt Broda den Pocket-PC neben seinen Bürorechner. Die Geräte gleichen dann ebenfalls über Bluetooth ihre Daten ab. Ergebnis: In wenigen Sekunden ist das komplette Aufmaß auf dem Bürorechner unter dem entsprechenden Auftrag abgespeichert.

Lange Einarbeitungszeit ?
"Mit den Geräten konnte ich sofort umgehen", sagt Broda und fügt schmunzelnd hinzu: "Der Zollstock hat bei mir ausgedient."


Quelle : Astrid Halbig www.handwerk.com